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Tips für die Montagsdemo...

... wie demonstrieren Spaß machen kann!

Seit über drei Jahre finden jeden Montag im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens genehmigte Demonstrationen statt... Hier für den ungeübten und unentschlossenen Demonstranten ein kleiner Erfahrungsbericht, der Lust aufs Mitmachen machen soll:

 

Interessierte "Wutbürger" treffen in der Regel Montags gegen 16:45 in der Nibelungenstraße (siehe Plan) 

 

Wer ein Auto als Mitfahrgelegenheit zu dem Park&Ride Parkplatz des S-Bahnhofes Raunheim zur Verfügung stellen kann, sollte dies zum Treffpunkt mitbringen.

 

Vor Ort entscheiden wir dann, je nach Teilnehmeranzahl, mit wievielen Autos wir von Eddersheim losfahren. Sollten mehr Autos als notwenig vorhanden sein, können diese am Treffpunkt, bis zur Rückkehr dort abgestellt werden.

 

Die Demo beginnt um 18:00 Uhr, daher sollte man gegen 16:50 Uhr in Eddersheim losfahren um entweder die S-Bahn um 17:21Uhr (S8) oder 17:36 (S9) zu erwischen. Normal braucht man natürlich nicht so lange um mit dem Auto von Eddersheim nach Raunheim zu fahren, aber wegen des Feierabendverkehrs bildet sich nach der Brücke in Flörsheim, am Ortseingang Raunheim oft zähfliessender Verkehr.

 

Alternativ zum Raunheimer Bahnhof kann die Abfahrt vom Bahnhof Opelwerk geplant werden. Die Züge fahren dort 6 Minuten früher ab als in Raunheim. Da die Fahrzeit mit dem Auto ebenfalls etws länger dauert, sollte man ca. 10 Miunten früher mit dem Auto in Eddersheim losfahren. Der Fahrpreis für eine Kleingruppen-Tageskarte kostet mit €10,00 genauso viel wie in Raunheim.

 

Nachdem man sein Auto abgestellt hat (auch ein Grund etwas früher loszufahren, denn der Parkplatz am Bahnhof in Raunheim füllt sich montags Anbends immer recht schnell) sieht man dort meistens schon viele Mitstreiter. Viele haben selbstgebastelte Plakate oder Requisiten dabei und oft findet man die Möglichkeit sich einer Kleingruppe anzuschließen, welche mit Gruppenkarte "reisen".

 

Die Fahrt ist somit sehr günstig, man spart sich die horrenden Parkgebühren auf dem Frankfurter Flughafen, man lernt nette Leute kennen und kommt schnell mit ihnen ins Gespräch.

 

Vorausgesetzt die S-Bahn ist nicht schon mit lärmgeplagten Hochheimern, Mainzern, Bischofsheimern etc. überfüllt und man findet noch einen Platz, kommt man nach nur zwei Stationen und der Vorbeifahrt an der neuen Landebahn (in Fahrtrichtung rechts) am Flughafen an.

 

An dieser Stelle sei erwähnt, dass der geübte Demonstrant am mitgeführten Gehörschutz zu erkennen ist. Man kann auch ohne die nicht zugelassenen Trillerpfeifen und Vuvuzela so laut sein, daß einem die Ohren klingeln. Aporpo Klingeln... ich glaub die sind noch nicht verboten. Naja, man kann ja auch nicht wirklich Alles verbieten was einen Ton von sich gibt!

 

Dort angekommen, sollte man sich ein schönes Plätzchen mit Sicht die improvisierte Bühne suchen. Die Rolltreppe die einen aus dem Untergrund wieder ausspuckt befindet sich rechts von der Bühne. Es sei erwähnt dass man sich möglichst schnell von der Rolltreppe entfernen sollte, damit die vielen Mitdemonstranten welche sich hinter einem noch auf der Rolltreppe befinden, oder diese am unteren Ende erst noch betreten ebenfalls Platz im Terminal finden.

 

Ist schon komisch... es wird jetzt schon sooo lange demonstriert und es wollen kaum weniger Leute werden, die Montag für Montag auf den Flughafen kommen um zu demonstrieren. Komisch nur, dass man in den Medien mittlerweile kaum noch etwas davon hört. Wer aber erst einmal Spaß daran gefunden hat, schön im Warmen und Trockenen, bzw. im Sommer im wohl klimatisierten Terminal zu demonstrieren, wird schnell merken, dass bezüglich der Berichterstattung etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Aber dies sei nur am Rande erwähnt.

 

Nach der offiziellen Eröffnung der Demo und ein paar interessanten und informativen Redebeiträgen, wird dann schön mit allen Mitstreitern durchs ganze Terminal gebummelt um sich dann vor dem Rednerpult wieder einzufinden. Langweilig wird es jedoch nie... Jeder Montag steht unter der Schirmherrschaft einer anderen Bürgerinitiative. Oft werden die Redebeiträge durch Musik zum mitsingen aufgelockert und auf dem Weg durchs Terminal gibt es auch immer wieder mal eine nette kleine Überraschung. Nach der abschließenden Rede fährt man mit seiner Gruppe, in der S-Bahn zurück nach Raunheim.

 

Ein dufter Abend im Kreise vieler neuer Freunde geht zu Ende. Aber am nächsten Montag gibts ja wieder eine Demo am Frankfurter Flughafen!

 

H.Röder

 

P.S.: Es gibt auch noch die Alternative mit dem Fahrrad zum Frankfurter Flughafen zu fahren. Infos hierzu auf der Seite >Mit dem Radl zur Demo<