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Wurden auch Sie trotz des angeblichen Nachtflugverbots nach 23 Uhr von startenden und landenden Flugzeugen geweckt oder am Einschlafen gehindert?

Zu den Lücken im Nachtflugverbot Auszüge aus dem Redebeitrag von Hans Schinke auf der 272. Montagsdemo am 28.01.2019 im Flughafen Frankfurt:

 

Verspätungsflüge 2018 - Wenn die Ausnahme zur Regel oder die Nacht zum Tage wird

 

...Anfang Januar hat das Hessische Verkehrsministerium einen Spitzenwert von 1.613 Verspätungsflügen in der Mediationsnacht gemeldet, 1.098 Landungen und 515 Starts nach 23 Uhr. 1.613-mal wurden die Anwohner des Flughafens am Einschlafen gehindert. 1.613-mal wurden die Menschen in der Region, darunter Alte, Kranke und Kinder, brutal aus dem Schlaf gerissen und in ihrer Nachtruhe gestört. Und 1.613-mal wurden die Menschen, wie wir auch aus den Lärmwirkungsstudien von Prof. Münzel wissen, in ihrer Gesundheit signifikant geschädigt!!!

1.613-mal wurde im Jahre 2018 zudem die Fraport-Erzählung vom härtesten Nachtflugverbot weltweit als reines Märchen entlarvt.

 

...wo es Regeln gibt, da gibt es auch Ausnahmen. Wie sehen die jetzt aus?

1. In den Nachtrandstunden von 22:00 bis 23:00 Uhr und von 05:00 bis 06:00 Uhr dürfen durchschnittlich 133 nächtliche Flugbewegungen geplant, aber - bezogen auf das Kalenderjahr - nicht überschritten werden.

2. Verspätet ankommende Maschinen, deren Landung nach den durch den Flughafenkoordinator vergebenen Slots zwischen 22:00 und 23:00 Uhr geplant ist, dürfen bis 00:00 Uhr landen, sofern sich die Verspätung nicht schon aus der Flugplangestaltung ergibt. Einer gesonderten Landegenehmigung bedürfen sie nicht. Diese Regelung führt dazu, dass Fluggesellschaften Landungen bis Punkt 23 Uhr planen und sich dann darauf herausreden, Verspätungen seien unplanmäßig und nicht von ihnen selbst verschuldet. Und genau hier liegt auch das Problem des Verkehrsministeriums und jetzt des RP Darmstadt, nämlich den Nachweis zu führen, dass die Fluggesellschaften es systematisch und vorsätzlich auf Verspätungen haben ankommen lassen.

3. Für den Fall, dass die täglichen Verspätungslandungen die Zahl 7,5 im Jahresdurchschnitt überschreiten, behält sich die Behörde nachträgliche Änderungen vor.

 

...Ein Nachtflugverbot wie wir es als Laien verstehen gibt es also eigentlich nur zwischen 00:00 und 05:00 Uhr. Zwischen 23:00 und 00:00 Uhr darf durchaus verspätet gelandet und auch verspätet gestartet werden, wenn es dafür Gründe gibt. Das ist das für uns Anwohner ernüchternde Fazit.

 

...Ein Airbus A320 zahlt in der Kategorie 5 bei der Landung generell ein Lärmentgelt von 201,03 Euro und zusätzlich bei der Landung zwischen 23:00 und 00:00 Uhr einen Aufschlag von 200%. Das sind gerade mal 402,06 Euro oder bei 150 Fluggästen pro Kopf 2,68 Euro. Für ein Schnäppchen von gerade mal 402,06 Euro darf man ganz legal Anwohner des Flughafens am Einschlafen hindern, ganz legal Menschen in der Region brutal aus dem Schlaf reißen, ganz legal Menschen in ihrer Nachtruhe stören und ganz legal Menschen in ihrer Gesundheit signifikant schädigen.

 

...noch einmal die drei zentralen Forderungen:
1. Deutliche Erhöhung der lärmabhängigen Landeentgelte und Anhebung der Zuschläge für Verspätungslandungen nach 23 Uhr von 200 Prozent auf mindestens 1.000 Prozent, also um den Faktor 5.

2. Ersatzlose Streichung der jahresdurchschnittlich 7,5 Verspätungslandungen im Planfeststellungsbeschluss nach einem entsprechenden Antrag der Fraport AG

3. Gleichstellung von Verspätungslandungen mit Starts nach 23 Uhr, d. h. zunächst einmal das grundsätzliche Verbot von Landungen nach 23 Uhr und Genehmigung im Einzelfall nur dann, wenn der Carrier vorher in seinem Ausnahmeantrag nachweisen kann, dass nicht er die Verspätungen zu vertreten hat.

 

(Veröffentlichung mit Einverständnis von Hans Schinke)

 

Den kompletten ungekürzten Redebeitrag finden sie auf der Seite des BBI unter folgendem Link: http://www.flughafen-bi.de/Archiv/2019/2019_01_28_hans%20schinke%20zu%20verspaetungsfluegen.html

 

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Einen besonderen Dank an die befreundeten BI's für die Erstellung des Informationsmaterials.

Bitte besuchen Sie nach der Lektüre der hier verlinkten Seiten, auch deren Homepages für weitergehende Informationen zum Thema Flughafenausbau!  

                                           (Tipps für die Fahrt zum Frankfurter Flughafen)  

 

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